KAB
Das Wegkreuz
Das Kreuz ziert seit November 2009 die Kreuzung Öschweg/Käferfresserweg. Die KAB ließ dieses Wegzeichen aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens vom Steinmetzmeister Ludwig Schütz aus Memmingen erstellen. Am Jubiläumstag, 16.Januar 2010, wurde es von Pfarrer Ohrnberger eingeweiht.
Das Kreuz wurde ausschließlich aus Mitgliederspenden finanziert. – Wegkreuze sind Zeichen am Wegesrand und legen Zeugnis ab vom Glauben der Menschen – und dafür steht die KAB – so der Vorsitzende Karl Beutel.
50 Jahre KAB Weingarten
Geschichte der KAB Deutschland
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ist sowohl ein deutscher als inzwischen auch ein weltweiter Sozialverband, der seine Wurzeln in der christlichen Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts hat. Sie entstand aus dem Zusammenschluss von Arbeitervereinen durch Unterstützung des Mainzer Arbeiterbischofs Wilhelm Emmanuel von Ketteier. Dieser erste katholische Arbeiterunterstützungsverein wurde 1849 in Regensburg gegründet. Ausdrückliche Anerkennung und Orientierung erhielten die katholischen Arbeitervereine durch das erste große Sozialrundschreiben Rerum novarum von Papst Leo XII. im Jahre 1891. Die KAB ist somit „Kirche in der Welt der Arbeit und Stimme der Arbeitnehmer in der Kirche" und dadurch ein Teil ihrer Kirche. Ihr Auftrag ist die „Mitgestaltung des betrieblichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens".
Die KAB versteht sich als das christlich-soziale Gewissen in Gesellschaft, Staat und Wirtschaft. Sie kämpft für eine humanere Gesellschaft, soziale Sicherheit, gerechte Einkommen, Vermögensverteilung, Mitbestimmung und Chancengleichheit. Das sind Ziele, die auch in der katholischen Soziallehre manifestiert sind. Die KAB bietet als Arbeitnehmerorganisation in und außerhalb der Kirche eine Basis für Arbeiter, Angestellte und Beamte, für Frauen und Männer, um ihre beruflichen, familiären und religiösen Fragen und Probleme miteinander zu besprechen und gegenseitig Hilfe zu geben, auch vor Arbeits- und Sozialgerichten. Die KAB ist keine politische Partei und keine Gewerkschaft, sie ist parteipolitisch unabhängig.
KAB Weingarten
Schon 1868 wurde auch in unserer Stadt ein Arbeiterbildungs- und Arbeiterunterstützungsverein gegründet und 1904 der „Katholische Arbeiterverein", der damals über 100 Mitglieder zählte. Zur Gründung stiftete Francesco Kolb, ein in Rom wohnender Weingartener, ein Banner, das noch gut erhalten im städtischen Archiv aufbewahrt wird.
Am 17. Januar 1960 gründeten dann christliche Arbeitnehmer, überwiegend aus der damaligen Maschinenfabrik Weingarten AG, das „Katholische Werkvolk". Karl Stützle, der die treibende Kraft war, übernahm den Vorsitz bis 1989 und Pater Petrus Feger OSB das Amt des Präses bis 1965. Der damalige Namen "Werkvolk" wurde 1971 geändert in „Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)". Die Nachfolge von Karl Stützle übernahm Karl Beutel. Der jetzige Präses der Gruppe ist Diakon Günter Ege. Das Leitungsteam besteht heute aus 8 Personen. Der momentane Mitgliederstand liegt bei 57 Frauen und Männern. Unsere Ortsgruppe gibt jährlich ein umfangreiches Jahresprogramm heraus mit Vorträgen und Geselligkeit. Wir arbeiten eng zusammen mit der Betriebsseelsorge und haben im KAB-Regional-sekretariat Ravensburg eine Beratungsstelle für Arbeitnehmer eingerichtet. Wir setzen uns ein für eine Welt, in der der Mensch Mittelpunkt allen Tuns ist.
Unsere Gesellschaft braucht Menschen für die
• nicht der Anspruch, sondern die persönliche Verantwortung an erster Stelle steht,
• nicht der Konsum, sondern der eigene Einsatz,
• nicht der Egoismus, sondern die Solidarität mit den anderen.
Ziele der KAB
Wir, die KAB, sind eine Gemeinschaft aktiver Christen. Wir stehen im Beruf, in der Familie, in der Gesellschaft. Uns alle verbindet das soziale Engagement. Unsere Kath. Arbeitnehmerzeitung (Impuls) informiert monatlich mit interessanten Beiträgen aus Kirche, Staat, Gesellschaft und Arbeitswelt.
Wir setzen uns ein für:
- gerechte Verteilung von Arbeit u. Einkommen,
- die gleichberechtigte Mitarbeit der Frauen in Kirche und Gesellschaft,
- eine familienfreundliche Gesellschaft,
- durchschaubare politische Entscheidungen,
- mit unserer Kampagne „Gute Arbeit für alle", durch die wir einen wichtigen Beitrag zur Humanisierung der Arbeitswelt leisten.
Das geschieht durch Bildungsarbeit in Form von:
- Informationsveranstaltungen,
- Gesprächs-, Arbeits- und Aktionskreisen,
- Diskussionsrunden,
- Gesprächen mit Politikern,
- Unterschriftenaktionen,
- Aktionen bei Betriebsschließungen ect,
- Bildungsfreizeiten für Familien und Ehepaare.
Wir waren erfolgreich....
- bei Rente für Mütter / Erziehungszeiten und im Engagement für eine solidarische Alterssicherung,
- bei der Aktion „Sonntag muss Sonntag leiben", eine bundesweite Aktion zur Bewusstseinsbildung,
- im Ringen um einen gerechten Familienlasten-Ausgleich.
Die KAB und die Kath. Soziallehre
Die KAB bekennt sich ausdrücklich zu den Prinzipien der Katholischen Soziallehre. Sie stellt mit den Sozialprinzipien der Persönlichkeit, des Gemeinwohls, der Solidarität, der Subsidiarität und der Nachhaltigkeit das Gerüst menschlichen Zusammenlebens als christliche Botschaft dar. Die Hauptaufgabe der Katholischen Soziallehre besteht darin, zwischen dem Evangelium und der konkreten Wirklichkeit des Menschen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu vermitteln. Deshalb unterliegt sie einem andauernden Entwicklungsprozess in Gestalt mehrerer päpstlicher Enzykliken. So bezeichnet der Bundespräses der KAB Deutschlands, Albin Krämer, die Sozialenzyklika „Caritas in veritate" von Papst Benedikt XVI. „eine konsequente Fortschreibung der Katholischen Soziallehre". Von den genannten Prinzipien hat das Prinzip der Nachhaltigkeit inzwischen -im Gegensatz zu vor 50 Jahren- eine große Bedeutung erlangt. Die gegenwärtige Generation darf nicht auf Kosten unserer Kinder und deren Kinder wirtschaften, die Ressourcen verbrauchen, die Funktions- und Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft aushöhlen, Schulden machen und die Umwelt belasten. Im Vordergrund des Nach-haltigkeitsgedankens steht die Verwirklichung der Gerechtigkeit zwischen den jetzt und den zukünftig lebenden Generationen unter besonderer Betonung der Bewahrung der Natur als gemeinsame Lebensgrundlage. Es ist uns anlässlich unseres 50-jährigen Jubiläums ein Bedürfnis, auf dieses überaus wichtige Gebot hinzuweisen.
Wir rufen deshalb alle Menschen guten Willens dazu auf, daran mitzuarbeiten.
Kontakt
Vorsitzender
Martin Zweifel
Keplerstraße 5
88250 Weingarten
Tel. 45969
E-Mail: zweifel.cm@t-online.de
KAB Präses
Diakon Günter Ege
Mühlbachweg 5
88250 Weingarten
Tel.: 0751 /53739
Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart e.V.
Postfach 700336 - 70573 Stuttgart
Tel.: 0711 /9791-135
Fax: 0711 /9791-168
E-Mail: KAB@blh.drs.de
Internet: www.kab-drs.de

