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SZ Bericht über Diakonweihe Herr Ege

Günter Thilo Ege erhält Diakonweihe

SZ Nr. 128 vom 06.06.2006

Am Pfingstsamstag hat der Rottenburger Weihbischof Dr. Johannes Kreidler zehn Männer im Münster zu Zwiefalten durch Handauflegung und Weihegebet zu ständigen Diakonen geweiht. Unter ihnen auch der Günter Thilo Ege aus Weingarten, der künftig in den Gemeinden St. Maria und Heilig Geist Dienst tut.

Bis auf den letzten Platz war das Zwiefalter Münster bei der zweieinhalbstündigen Weihelithurgie gefüllt. Am Anfang des Gottesdienstes zogen die Weihekandidaten mit ihren Familien feierlich ins Münster ein. Weihbischof Kreidler sagte in seiner Predigt: „Der ständige Diakon ist ein wichtiges Zeichen für unsere Kirche und für die Welt."
Der Schwerpunkt des Diakonenamts liege dort, wo sich das alltägliche Leben der Menschen abspiele, so Kreidler. Nach seinen Worten sende der Dienst des Diakons eine Botschaft an die Kirche insgesamt: Die Ausrichtung auf das Leben der Menschen, auf die Welt habe Priorität gegenüber den Selbstbeschäftigungen und Debatten im Binnenraum der Kirche. „Wenn die Kirche sich nur um sich selbst dreht, ist sie in der Gefahr, die Schreie der Armen und Bedürftigen zu überhören", sagte der Weihbischof.
Das ständige Diakonat wurde als Weiheamt im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils wiederbelebt. Ständige Diakone arbeiten zumeist in ihren bürgerlichen Berufen und sind seelsorglich in sozial-karitativen Bereichen tätig. Sie dürfen taufen, trauen, beerdigen und predigen. Die zehn geweihten Diakone werden weiterhin in ihren zivilen Berufen tätig sein.
Günter Thilo Ege ist 1951 in Ravensburg geboren. Er ist gelernter Industriekaufmann, Diplombetriebswirt und Organisationsfachwirt, Baubiologe und Wirtschaftsberater im Bausektor. Er arbeitet derzeit als Fahrlehrer, ist verheiratet und hat drei Töchter. Eingesetzt wird er in den Gemeinden St. Maria und Heilig Geist.