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Abschied Stefan Fischer

Abschied von Diakon Fischer

Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen!" (Lk 9, 33)
Unglaublich, dass beinahe ein Jahr vergangen ist, seitdem ich mein Diakonatsjahr in Weingarten begonnen habe. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten „Arbeitstag", den Einkehrtag mit den Lektoren und Eucharistiehelfern am 24. März 2006 in Schwarzenbach. Zum Abschluss dieses Tages gab es ein Bibelteilen zu exakt jener Stelle, die auch mein letzter Predigttext als Diakon in Weingarten sein wird. Was für ein Zeichen - Anfang und Ende gehören einfach zusammen. In diesem Evangelium sagt Petrus zu Jesus: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen!" Mir geht es nach diesem Diakonatsjahr in Weingarten so wie Petrus: Es ist gut, dass ich hier sein durfte! Vielen Menschen durfte ich hier begegnen, es entstanden Beziehungen, die mich sehr bereicherten, mich hinterfragten, die mich einfach gut hier sein ließen. Das Städtische Orchester Weingarten nahm mich mit offenen Armen auf, so dass ich auch hier mein Klarinettenspiel pflegen durfte. Vergelt's Gott dafür! Mein besonderer Dank gilt meinem „Chef" Pfarrer Benno Ohrnberger, dem ganzen Pastoralteam und allen, mit denen ich zusammen in Gruppen, Gremien und Teams das Reich Gottes suchen und daran mitbauen konnte. Am Liebsten möchte ich jetzt gegen Ende dieses Diakonatsjahres wie Petrus an so vielem Liebgewonnenem festhalten: Ich würde gerne drei Hütten bauen: Eine, um hier weiter arbeiten und beten zu können, eine zweite, um die unzähligen Gespräche bei Tag und Nacht fortzusetzen und eine dritte, um noch viele schöne Feste mit Euch Weingärtlern zu feiern. Aber Petrus durfte letztlich keine Hütten bauen und auch ich muss mich jetzt dem Abschied von so vielem Liebgewonnenem stellen, um mich ab Ende März zusammen mit meinen sieben Mitbrüdern wieder im Rottenburge Priesterseminar auf die Priesterweihe vorzubereiten!

"So schön, schön war die Zeit...!"
Liebe Ministrantinnen und Ministranten, liebe Jugendliche der KJW! Ihr habt dieses Jahr für mich zu einem ganz besonderen Jahr gemacht, ich bin sehr, sehr dankbar für die Art und Weise, wie ihr mich vom ersten Tag an aufgenommen habt, wie wir miteinander unterwegs waren. Ich bin dankbar für die vielen Gespräche bei Kaffee oder auch einmal bei einem Bier, auf den Zeltlagern, bei der Internationalen Ministrantenwallfahrt in Rom, auf den Mini-Hütten in Renningen und Weitnau, beim Adventswochenende
in Malmsheim, der Planungshütte in Karsee oder einfach hier zuhause in Weingarten.
Ich bin dankbar und froh, dass wir auch miteinander unseren Glauben leben und feiern konnten - bei Lagergottesdiensten,in den Nach(t)gedacht-Gottesdiensten und beim
gemeinsamen Singen zur Ehre Gottes im KJW-Chor.
Respekt für all das, was ihr macht und wie ihr es macht.
Bleibt einfach so, wie Ihr seid!
Ich sag einfach Vergelt's Gott dafür, dass ich in diesem Jahr
Euer „Diakonere" sein durfte!
Stefan Fischer


Fotos von A. Otten

Abschied von unserem Diakon Stefan Fischer
Der Abschied ist Stefan Fischer nicht leicht gefallen und er fällt auch mir und vielen von uns nicht leicht. Beinahe ein Jahr lang wirkte Stefan Fischer als Diakon in unserer Seelsorgeeinheit. Die ganze Bannbreite unserer Seelsorgeeinheit konnte er kennenlernen. Viele haben ihn in der Liturgie, bei Taufen und Beerdigungen erlebt. Dazu gehörte auch die Mitarbeit in Gremien wie den KGR's und der Religionsunterricht in der Schule. Überzeugt und profiliert lebte er mit uns mit und leistete seinen Dienst. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag in der Jugendarbeit. Alle, die ihn hier erlebt haben, schätzten seinen Kontakt zu den Jugendlichen und was er mit ihnen gemeinsam bewegt hat; nennen möchte ich die monatlichen Jugendgottesdienste am Freitagabend in der Kapelle auf dem Kreuzbergfriedhof und seinen Einsatz für die Weiterführung des Jugendchores. Er verstand es, sich auf Jugendliche einzulassen, mit ihnen zu leben und darin auch seiner Rolle als Diakon gerecht zu werden. Auch für uns im Pastoralteam war er ein wertvoller Mitarbeiter mit vielen Anregungen und Ideen, mit viel Ernst und viel Humor. Von Herzen sagen wir ihm ,Vergelt's Gott' für seinen Dienst und einfach für sein Dasein in unsrer Seelsorgeeinheit, für das Stück Weg, das wir miteinander gehen konnten. Ungern lassen wir ihn gehen, nicht weil es für ihn leider keinen Nachfolger mehr gibt, sondern, weil er einfach zu uns gehörte. Sicher nicht nur ich, sondern auch viele andere freuen sich, dass er nach seiner Priesterweihe zur Urlaubsvertretung im August wieder bei uns sein wird.

Am 7. Juli 2007, um 9.30 Uhr, wird Stefan Fischer in der Klosterkirche in Neresheim von unserem Bischof zum Priester geweiht. Am Sonntag 29. Juli, wird er dann mit uns in einem gemeinsamen Gottesdienst von St. Maria und Hl. Geist die Nachprimiz feiern. Für seinen weiteren Weg wünschen wir ihm Gottes Segen und begleiten ihn im Gebet.

B. Ohrnberger